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Erfahrungen mit Astrofotografie?

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Hallo,

das Foto oben habe ich mit etwas über 400mm an MFT durch das geöffnete Fenster gemacht. Abgesehen davon, daß man sowas eben nicht durch ein geöffnetes Fenster macht, weil es dann so unscharf wird wie auf dem Bild, ist der Mond einfach noch zu klein.

Nun haben wir da ein altes Newton-Teleskop mit 900mm (1:10?) und 1,25"-Okularauszug. Vermutlich wird damit allein der Mond noch nicht ganz formatfüllend draufgehen. Es gibt verschiedene Möglichkeiten, daran eine Kamera zu montieren. Ich habe noch einen EC-14, alternativ könnte man wohl einen Adapter mit Optik einsetzen. Hat jemand hier sowas schonmal gemacht? Ich bin für jeden guten Hinweis dankbar.

Bild des Benutzers CPC664

ich nicht. Aber schreib mal eine PN an iamsiggi. Der ist DER Astroexperte schlechthin!

Auf die Schnelle noch zwei Links:

https://oly-e.fotografierer.com/?q=node/1963

https://oly-e.fotografierer.com/?q=node/3293

Bild des Benutzers Fischerkogel

Durch diese Optik wird der Mond ca 9mm groß auf dem Chip. Ich weiß nicht, welche Kamera du hast. Ich habe immer wieder den MC 14 (mit MMF1) oder den EC 14 zwischen Teleskop und M1 II gesetzt. Das klappt gut, falls du einen Adapter vom Teleskop zum FT oder mft Anschluss hast. Es gibt sogenannte T2 Adapter auf mft. Es gibt auch Adapter, die am einen Ende die Steckhülse haben, die direkt in den Okularauszug passt und am anderen Ende T2.
Du kannst dich gern bei mir melden, wenn du weitere Info brauchst.
Tipp: Mondaufnahmen sind viel reizvoller, wenn sie nicht bei Vollmond gemacht werden, sondern z.B. um "Halbmond" herum. Dann kann man schön viele Krater mit abbilden
Viele Grüße
Lutz

Bild des Benutzers knurz

Danke euch beiden. Die Links sind schonmal sehr informativ.

Da glaube ich auch eine Erklärung dafür gefunden zu haben, warum High-Res mit dem Mond erstmal nicht funktioniert: Weil er zu schnell wandert. Das wußte ich schon, aber nicht wie schnell gemessen in Belichtungszeit. Obergrenze ist laut einem Kommentar von Reinhard 1/16s bis 1/25s. Wenn die Kamera mit dem elektronischen Verschluß 1/60s braucht, um den Sensor auszulesen, und acht Bilder macht, dann dauert der ganze Vorgang 1/7,5s plus achtmal die Belichtungszeit. Da ist High-Res wohl einfach die falsche Strategie. Aber dafür gibt es ja eigene Software. Mal sehen, ob AutoStakkert mit Wine wirklich brauchbar läuft.

Ich habe eine E-M1II. Die diversen Adapter habe ich mir im Web schon angesehen. Ich weiß nur nicht, ob ich 1,25"–T2–FT–EC-14–MFT adaptieren soll, oder anstelle des EC-14 lieber ein Okular und dafür dann einen Adapter direkt von T2 auf MFT. Aber das wird wohl deutlich aufwendiger.

Ein wenig aufwendig wird wohl auch die Nachbearbeitung, aber das dachte ich mir schon.

Ja, stimmt vollkommen, Halbmond u.ä. ist viel interessanter. Teils sogar tagsüber, wenn man den Mond so richtig aus dem Himmel hervorlugen sieht.

Bild des Benutzers Fischerkogel

und damit direkt an die M1 II. Die einzige Frage ist, ob der Verstellbereich des Teleskops groß genug ist, um scharf zu stellen. Gerade bei Newton Teleskopen ist dieser Verstellweg oft recht kurz. Eine Okluarprojektion lohnt den Aufwand nicht, wenn du ohnehin deinen EC 14 hast - es sei denn, du möchtest den Mond mehr als formatfüllend. Aber dann bist du leicht in einem Bereich in dem die Montierung des Newton vielleicht nicht mehr stabil genug ist.
Viele Grüße
Lutz

Bild des Benutzers knurz

Ich habe einen 38-mm-Verlängerungstubus für den Okularauszug. Das Stativ ist das dickste und schwerste, daß ich bis jetzt erlebt habe. Das Teleskop ist ein Vixen 114/900mm NP-R114S:

http://www.amateurastronomie.com/klassiker/reflektoren_katadiopter/Vixen...

(Nicht meine Seite.)

Bild des Benutzers iamsiggi

900mm am Mond passt schon. Wird bei Vollmond schon gut gefüllt die Sensorfläche.
Bei Sichel könnt man natürlich nur den Beleuchteten Teil quer nehmen. Dann gehe ich auch schon mal gegen 1600mm Brennweite (800mm + 2 1,4 Telekonvert - MC14 + EC14)
Wenn Du nicht in den Fokus kommst, einfach mit dem Body checken, wie viel Verlängerung Du brauchst.... und eine Hülse dazwischen besorgen.

Allerdings ohne wirklich passenden Komakorrektor könnte es sein, daß du gegen den Rand ein schlechteres Bild bekommst.

Siegfried

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Siegfried
"Man sieht nur das, was man weiß"

http://www.AustrianAviationArt.org/cms

Bild des Benutzers knurz

Stimmt, da war noch was: Für 1,25" scheint es keine Komakorrektoren zu geben. Ich werde einfach mal irgendwie durch Kamerahinhalten testen müssen, wie es mir der Bildqualität zum Rand, Scharfstellung und Vignettierung durch den Auszug aussieht.

Alternativ kann man wohl eine komakorrigierende Barlow-Linse einsetzen, die dann den Telekonverter ersetzt. Ich weiß nur gerade nicht, ob der Mond dann noch komplett ins Bild paßt und welchen Aufbau man dafür braucht, außer daß man dann eher direkt auf MFT adaptiert (weil ja der Telekonverter wegfällt).

Nachtrag:

Noch eine Frage: Im Moment habe ich nur ein 12,5-mm-Okular, also eine Vergrößerung von 72fach. Würde es sich lohnen, wenn ich mir ein Okular mit 5–6mm zulege? Damit käme ich in etwa auf diese sogenannte förderliche Vergrößerung von (bei diesem Teleskop) 167fach.

Bild des Benutzers iamsiggi

Da kenne ich mich nicht gut genug aus mit solchem Gerät.

Okularmäßig habe ich mir das Baader Klickzoom gekauft...für mich gut genug und erspart den Rest.
Bei dem Rohr würde ich aber nicht wirklich investieren wollen. Die Komakorrektoren etc müssen zur Brennweite und Spiegel passen, was selbst bei so manch heute angebotenen Teleskopen oft nicht gegeben ist. Vielleicht würde eine Barlow bei Planeten was bringen, aber eher nur für eine Webcam.
Für "deepSky" ist die Sache sowieso zu "langsam".

Der Mond wäre bei FT Sensoren bei 1,1m Brennweite formatfüllend - daher wäre beim Einsatz einer Barlow der Mond gleich viel größer als der Sensor. Bringt aber kaum was, denn 100mm eines Spiegels, dessen Qualität wir nicht kennen, bringt wohl auch kaum die nötige Auflösung.
Hast Du Dein Teleskop schon mal kollimiert (Fangspiegel zu Hauptspiegelausrichtung ausrichten). Auch wenn meines als extrem stabil gilt: Ich kollimiere sicherheitshalber jedes Mal, schon alleine weil der Spiegel ja nicht fest sitzen kann/darf.
Andere meinen es ist egal... aber es geht ja schnell mit einem Laser und ich will einfach von vornherein das Maximum herausholen.

Ich würde mal einfach damit Erfahrung sammeln, ohne allzuviel da zu investieren.

Siegfried

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Siegfried
"Man sieht nur das, was man weiß"

http://www.AustrianAviationArt.org/cms

Bild des Benutzers knurz

Deepskybeobachtung will ich damit nicht machen. Erstmal werde ich, wie Du schon sagst, mit dem Teil üben. Kollimiert habe ich das noch nie, hab das Gerät Jahre lang nicht mehr benutzt und früher auch nur irgendwo hingestellt und den Mond angeguckt. Vielleicht habe ich auch mal kurz den Jupiter anvisiert. Aber der Mond war wirklich beeindruckend und mit voller Öffnung irrsinnig hell (bei Vollmond). Wir haben dafür immer den Deckel mit dem kleineren Loch vorne ran.

Da fällt mir ein, wir haben uns 1999 damit auch die Sonnenfinsternis angesehen. Ich kann mich im Moment aber tatsächlich nicht mehr daran erinnern, wie das aussah.

Das Kollimieren werde ich als eine der ersten Übungen mal ausprobieren. Es lohnt sich also die Anschaffung eines kleinen Laserpointers als Zubehör, höre ich das richtig raus? Ist es egal ob rot oder grün?

Als nächstes sollte ich wohl mal ohne Komakorrektur Fotos machen, um zu sehen, was das taugt. Oder steht schon fest, daß das nichts wird? Billigste Lösung wäre ein T2-FT-Adapter von Vixen für 27€ (erscheint mir aber verdächtig billig für einen Optikadapter, nach meinen Erfahrungen mit MMF-3 und 7–14). Da kann ich dann einfach mit MMF-3 und EC-14 ran. Dann sehe ich auch, ob es Abschattungen gibt.

Würdest Du für dieses Teleskop ein zweites Okular anschaffen? Da ist jetzt nur eines mit 12,5mm dabei. Ich habe schon nach Okularen mit 5–5,5mm Ausschau gehalten. 90–280€.

Was würdest Du von meinem Teleskop ausgehend als neues Teleskop empfehlen (Typ/Eckdaten), wenn mal mehr Erfahrung und bleibendes Interesse da sind? Würdest Du gleich auf ein Gerät mit 2"-Auszug umsteigen, oder spielt das eine untergeordnete Rolle?

Danke!

PS: Habe gerade das hier gefunden (fast dieselbe Anfängergeschichte wie bei mir): http://www.astrotreff.de/topic.asp?ARCHIVE=true&TOPIC_ID=176539

Klingt durchaus vielversprechend, für den Anfang.

Vielleicht sollte ich besser in dem Forum dort weiterdiskutieren, aber deine Meinung würde mich trotzdem interessieren. :-)

Bild des Benutzers iamsiggi

Der Laser müsste exakt ausgerichtet sein - das sind schon mal wenige und in Steckhülsen auch nie ganz gerade bezw. halt tricky: Man dreht den Laser - er müßte an der selben Stelle am Hauptspiegel bleiben. Das Zentrum des Hauptspiegels muß auch markiert sein oder werden - da ist hoffentlich ein Ring.
Ein guter kostet 100 Euro herum. Es gibt da spezielle Objektive da kann man es auch - es gibt eine Anleitung von Tommy bei Teleskop-Austria dazu...

Das aber etwas nicht stimmt, zeigt ein Stern, wenn man ihn extra und intrafocal betrachtet. Muß genau zentriert sein.

Die Adapter sind günstig - ist a nur ein Loch mit Anschluß ... das teuerste Loch der Welt der EX-25 von Olympus wird sicher nie geschlagen ;-)

Bei günstigen OAZ (OkularAuszug) der Teleskope ist es aber oft schwierig, die dann zentriert anzustecken. Das Fokussieren wird einem auch zeigen, dass nur der besten AOZ gerade gut genug ist.

Wie gesagt: Ich schaue kaum und hab mit dem Clickzoom inkl. Barlow und einem Weitwinkel das ich fast nie genommen hatte, an sich mein Auslangen. Okularprojektion kann man vergessen wie ich testete.

Neues Teleskop: Ich hab meines 8/2014 erstanden und würde es heute genauso wieder kaufen:

http://www.austrianaviationart.org/cms/category/astronomy/telescope/

Der "Newton ohne Namen" ist im Prinzip das was unter SkyWatcher Quattro (weil F/4) verkauft wird.
Man muß nur bedenken: Ohne Kohlefasertubus und dem guten Spiegelmaterial (keinesfalls PK7 Glas! -sondern Pyrex oder Quarz) mit super OAZ wird man immer wieder nachfokussieren müssen.. was nicht spaßig ist.
Das teuerste ist die Montierung und man braucht natürlich einen Guider dazu - oder günstig via Webcam und Laptop....

Ich bin ein Newtonfan - weil einfach fast perfekt und hohe Lichtstärke. Bei F4 ISO 800-1250 belichte ich aber trotzdem 4 Minuten pro Bild - manchmal sollte ich länger belichten.

Ein Linsenfernrohr ist um 1-2 Blenden langsamer und man muß bei Temperaturänderung nachfokussieren... aber es gibt eine günstigen Einstieg: Lacerta 432/72 APO ... SkyWatcher und Andere haben da auch was... ist für den Einstieg, braucht aber auch passende KomaKorrektoren.

2" ist mMn ein muß ...alles andere nur Spielerei ohne gute Ergebnisse.

Eines muss man nämlich bedenken: Die nachfolgende Astrofotobearbeitung ist schwierig und stellt hohe Herausforderungen.
Schlechtes Material stellt einen Anfänger vor eine noch größere Herausforderung.

Wie leben insofern in einer glücklichen Zeit, dass es neben dem vielen Müll einige sehr sehr gute Gerätschaften zu wirklich guten Preisen gibt! vor 10 Jahren undenkbar und wohl 5-10x teurer als heute.....

Siegfried

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Siegfried
"Man sieht nur das, was man weiß"

http://www.AustrianAviationArt.org/cms

Bild des Benutzers knurz

Habe schon gesehen, man nimmt keinen Laserpointer. Ich werde aber erstmal die ganz billige Methode ausprobieren. Versuch macht kluch.

Zum 432/72 APO: Hat das eine höhere Vergrößerung als ein Fotoobjektiv mit gleicher Brennweite (warum sollte es, frage ich mich)? Oder kommt man da nur mit Barlowlinsen/Okularen auf höhere/andere Vergrößerungen? Ich habe hier nämlich schon ca. 425/107 mit nativem FT-Anschluß *hüstel*. Aber keine Nachführung und natürlich keine Okulare. Und ich würde mindestens eine Stufe abblenden (also 425/76, der Mond geht damit schon ziemlich anständig, wenn man ins Freie geht).

Die Adapter sind günstig - ist a nur ein Loch mit Anschluß ... das teuerste Loch der Welt der EX-25 von Olympus wird sicher nie geschlagen ;-)

Allerdings vielleicht auch was die Qualität angeht! Der MMF-3 ist auch nur ein Loch, kostet auch viel und macht mit dem 7–14 wie gesagt sehr gerne Probleme.

Bild des Benutzers iamsiggi

Bild: 

Hab es mit jemanden verwechselt der ein Lichtschwaches 400mm Zoom hatte.

Der Abstand beim "Loch" ist nicht so kritisch, man muß den Abstand zum Fokussieren ja sowieso finden.
Beim FT7-14/4 ist die Präzision der mFT/FT Adapter natürlich sehr wichtig, zum Glück passen meine MMF1 und MMF3 da genau.

Beim Mond bekomme ich übrigens die besten Ergebnisse wenn die hellsten Teile am Histogramm noch 1/3 von rechts weg sind.

Siegfried

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...belichte gerade M101

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Siegfried
"Man sieht nur das, was man weiß"

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