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OM-D M1 MKII vs. M1 MKIII

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Moin von der Kieler Förde,

meine Frage an die erfahrenen Nutzer der OM-D M1 MKII (kurz M1.2) sowie der MKIII (kurz M1.3) lautet ganz platt: In welchen Fällen kann es sich rentieren, seine 1.2 durch eine 1.3 zu ersetzen?

Ich habe die letzten 5 Jahre gern und viel eine OM-D M5.2 verwendet, meine Frau tut es weiterhin. Ich fotografiere gern Vögel in freier Natur, und da, so konnte ich immer wieder lesen, sei die M1 der M5 weit überlegen, was die Treffsicherheit des Autofokus anbelangt, im Gestrüpp sowie im Flug. Und Vögel sitzen bzw. hüpfen ja entweder im Gestrüpp oder man sieht sie im Flug. So hatte ich mir zu Weihnachten 2019 eine M1.2 geleistet, die M5 ist nun fix am Mikroskop, da bin ich ebenfalls kräftig am Fotografieren (siehe www.protisten.de). Und weil ich zwischen 50 mm und 100 mm eine mich immer wieder störende Brennweitenlücke hatte, habe ich mir zusätzlich das 2,8/40-150 zusammen mit dem MC-20 gegönnt, welche das bisher verwendete Panasonic 100-300 abgelöst hat.
Mit beiden Ersetzungen bin ich SEHR zufrieden! War der SIS-Auto bei der M5 schon klasse, schafft der in der M1.2 noch viel mehr. Auch das Fokussieren von durch das Gestüpp hüpfenden Vögeln klappt nun wesentlich besser am bei der M5.2.
Allein beim Rauschverhalten bei höheren Isozahlen hat die M5.2 deutlich die Nase vorn. Können wir bei ihr ohne weiteres bei ISO 800 Ausschnittsvergrößerungen bis zum Pixelpeepen machen (bei den Vögelfotos leider sehr oft nötig), so kann ich bei der M1.2 nur bis ISO 400 gehen, wenn ich das Rauschen mittels Lightroom nahezu unsichtbar machen möchte. Und das möchte ich ...

Knapp 2 Monate, nachdem ich mir die M1.2 gekauft hatte, kam die M1.3 heraus. Nun ist sie einige Monate am Markt, meine Frage ist nun, ob sich vielleicht das Rauschverhalten gegenüber der M1.2 verbessert hat, die Treffsicherheit des Autofokus vielleicht noch besser geworden ist oder die SIS noch an Effektivität hat zulegen können, kurz, ob es sich für mich rentieren könnte drüber nachzudenken, die M 1.2 zu verkaufen und eine M 1.3 zu holen.

Vielen Dank im Voraus für die Tipps
Wolfgang

Bild des Benutzers Reinhard Wagner

.. ist laut Olympus identisch.
Du hast bei der E-m1III die Möglichkeit seeeehr seltsame AF-Feldkombis zu definieren. Und einen deutlich verbesserten Gesichts-AF.
Ansonsten kuck mal unter pen-and-tell, da stehen ein paar Vorteile der E-m1III. Der Sensor ist aber identisch. Wenn Du da ein Problem mit dem Rauschen gegenüber der E-M5II hast, dann ist da irgendwas faul. Normalerweise ist die E-m1II besser als die E-M5II. Der Stabi ist etwas besser, das spielt aber kaum eine Rolle, weil bei Dir im Zweifel das Problem der Vogel ist - und nicht die Wackelei an der Optik.

r.w. admin.

Bild des Benutzers rudolfo4

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Hallo Wolfgang,

ich kann Dir - aus eigener Erfahrung - nur raten, über das Olympus Test & Wow Programm eine Mark III zu leihen und Dir ein eigenes Bild zu machen.
Die Kamera bekommst Du über drei Tage, sie wird mit UPS gebracht und wieder abgeholt. Ich hatte noch das 12-40 PRO als weitere Leihgabe dabei.
Für mich kommt die Mark III jedenfalls nicht infrage, meine Mark I und meine PEN-F reichen vollkommen aus.
Aber mach Dir ein eigenes Urteil ;-)
Beste Grüße + bleibt alle gesund!

LG
Rudolf (rudolfo4)

Bild des Benutzers CPC664

Hallo Wolfgang

Bei mir ist es ähnlich, wie bei Dir. Die E-M5.2 verwendet meine Frau und ich die
E-M1.2 nebst meiner Pen-F.

Das mit dem Rauschen kann ich aber so nicht bestätigen. Im Gegenteil! Vermutlich hast Du irgendwas verstellt. Mach mal einen Werksreset und vergleiche die Fotos nochmal. Wenn das Rauschen der E-M1.2 immer noch schlechter ist, gegenüber der E-M5.2, dann stelle bitte mal zwei identische Fotos mit den Exifs hier ein.

Dann wissen wir mehr... ;-)

Schönen Tag noch
Helmi

Bild des Benutzers Xanthidium

Moin in die Runde,

vielen Dank für eure Tipps, die helfen weiter! Die Testbilderreihe vom Stativ mit Kabelfernauslöser will im spätestens am WE fertig haben (wir sollen laut Wetterfrosch Regenbe kommen). Ich pack dann hier ein paar Bilder rein, alle Originale incl. ORFs in einen Dropboxordner. Dann gucken wir mal. Ich würde mich sehr freuen, wenn das Rauschverhalten der M1.2 an das der M5.2 angenähert werden könnte.

Viele Grüße von der Kieler Förde
Wolfgang

Bild des Benutzers Xanthidium

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Moin in die Runde,

nun habe ich mit den beiden OM-Ds einige Testreihen geschossen und eine Serie (drittes Objekt, siehe Dropbox-Ablage), den Bücherwandausschnitt, in einem JPG gegenübergestellt. Da die Forumregeln auf maximal 3000x3000 Pixel bei einer Obergrenze von 2 MB limitieren, habe ich in der Zusammenstellung von allen Testbildern jeweils zwei schmale Streifen herausgeschnitten, die das Wesentliche zeigen. Dieses Vergleichsbild (Objekt_3_Vergleich.jpg) ist unkomprimiert 6 MB groß und liegt wie alle Detaildateien unter https://www.dropbox.com/sh/0gtuzubo2q3xfzj/AACs97tPtUbeEHxhrGBWcM6wa?dl=0
Im Forum steht das um 10 % komprimierte. Wir betrachten die Testbilderstreifen auf „Pixel-Peep-Ebene“, denn das ist meist meine Situation bei Vogelaufnahmen: Trotz 300 mm Brennweite (für die alten KB-Denker, wie ich einer bin, stolze 600 mm und damit das Maximum, was man in den 1970er Jahren, in denen ich begonnen hatte, SLR zu nutzen, via Novoflex-Fernobjektiv hatte kaufen können) muss ich nachher zu Hause oft bis fast 1:1 croppen, um des Bild verwenden zu können.
Die Auffälligkeit des Rauschens ist farbabhängig, was nicht wirklich verwundert. Wenn wir uns in den Bildstreifen links den Buchrücken mit der Aufschrift „frankh kosmos“ und in der Mitte die bläuliche Fläche unter dem roten „frankh“ herausgreifen, sehen wir klar und deutlich eine Grießeligkeit, die mich bei der 1.2 ab ISO 800 zu stören beginnt. Gucken wir in der rechten Kolumne, die zur 5.2 gehört, ertrage ich noch ISO 3200!

Wie seht ihr das? Wie gesagt, alle Details (JPGs original aus der Kamera, die ORFs dazu, die für die Zusammenstellung benutzten Bildausschnitte, das unkomprimierte Summenbild) sind in der Dropbox.
Viele Grüße
Wolfgang

PS: Nicht wichtig, aber es fällt mir halt jedes Mal auf, wenn ich SD-Karten in eine der beiden OM-D-Typen stecke, die wir nutzen:
Wer kann sich einen Reim drauf machen, wieso bei der 5.2 die SD-Karte mit dem Label vom Benutzer weg in die Kamera gesteckt werden muss? Klar, daran kann man sich gewöhnen, das haben wir ja auch geschafft, aber gibt es einen tieferen Sinn? Bei allen sonstigen Digitalkameras, die ich in der Hand gehabt habe, ist es anders rum. Ich dachte zunächst, das sei Olympus-Firmenphilosophie, bis ich die 1.2 in die Hand bekam. Da ist es wieder so wie sonst gewohnt! Label hin zu Auge und Nase …

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