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Neue Olympus Rep-Abwicklung

Seit einigen Tagen gibt es bei Olympus eine neue Reparaturabwicklung.

Man muss zuerst das zu reparierende Teil bei My.Olympus.de registrieren. Wer noch keinen Account dort und viel Zeit hat, sollte sich mal die Datenschutzerklärung und die Nutzungsbedingungen durchlesen.
Für die Registrierung braucht man ein Kaufdatum. Angeblich auch einen Kaufbeleg, der ist aber nicht notwendig.
Damit man mit der Rep fortfahren kann, kriegt man direkt gleich angezeigt, ob das Teil überhaupt noch repariert wird, und was es pauschal kostet, das Teil einzusenden.

Zu dieser Reparaturpauschale steht dort:

"Dies umfasst alle Anpassungen, die neueste Firmware, einen kosmetischen Austausch von Ersatzteilen und eine kostenlose zusätzliche Reparaturgarantie."

Daraus könnte man nun schließen, dass da gar keine Reparatur drin ist. Das ist aber FALSCH. Laut Auskunft Support ist in der Pauschale die gesamte Reparatur, die Beseitigung aller Defekte, enthalten! (Der Fehler steckt also in der Website.)

Neu ist nun, dass man vorab über die Pauschale eine Rechnung kriegt, die man überweisen muss. Es gibt KEINE Nachnahme mehr.

Kommentare

Bild des Benutzers Martin W.

Die Nachnahme fand ich immer äußerst lästig.

Noch habe ich das neue Verfahren nicht getestet, theoretisch finde ich es allerdings besser als vorher.

Registriert sind meine Produkte eh...

jm2c, Martin

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Wer mehr Bilder von mir sehen will: In meinem Profil gibt's die Links.

Bild des Benutzers Reinhard Wagner

... der Wegfall der Nachnahme ist prima!
Ich habe gestern das Verfahren getestet - es holpert ein bisschen, weil es zum Beispiel ein Teil auch mit unvollständigen Angaben registriert - aber trotzdem das Formular als "unvollständig" zurückweist. Und wenn man dann das Formular ganz ausfüllt, geht eine Registrierung nicht mehr, weil es die Registrierung schon beim ersten Mal "gefressen" hat. Das ist etwas irritierend aber irgendwie auch wieder OK.
Was ich echt prima finde, ist die Anzeige der aktuellen Rep-Pauschale bevor man den Rep-Auftrag erteilt.

r.w. admin.

Bild des Benutzers apoll

Guten Morgen zusammen,

ich habe das hier eben zufällig gelesen und mich auch gerade erst neu registriert.
Ich habe letzten Freitag eine Reparatur eine FL-600R in Auftrag gegeben. Noch läuft die Rep. Werde aber danach mal berichten.
Die Anmeldung war ein wenig aufwändig. Es gab einige Pflichtfelder, hat leider nicht beim ersten Mal funktioniert. Ich musste aber - wenn ich mich richtig erinnere - den Beleg hochladen, sonst ließ das System mich nicht weiter...

Wie geschrieben, später mehr, wenn es interessiert.

VG Andreas

Bild des Benutzers Reinhard Wagner

... jo - bei Garantie brauchen sie den Beleg.

r.w. admin.

Bild des Benutzers Thomas N

Einige Objektive hatten das Zeitalter der Pauschalen erreicht. Geht recht einfach mit der Vorfinanzierung. Kopiert der Überweisung mit dem unterschriebenen Reparaturauftrag an den Service als Antwortmail.

Für mich neu: Das Überholte FT kam dann vom Oly-Service aus Potugal (!) zurück.

Bild des Benutzers Thomas N

Im Rahmen des Pro-Service und einer Reparatur kamen meine EM1II und Objektive gut zurück.
Absender war auch hier: Olympus Service, Coimbra, Protugal.

Weiß jemand, ob der Olympus-Service in der Tschechei' eingestellt ist? Und was, wenn es so ist, dann mit den lieben 'Kollegen' geworden ist?
LG Thomas

Bild des Benutzers Reinhard Wagner

... schon seit letztem Herbst nur noch Medizintechnik.
Consumer ist komplett nach Portugal. Habe ich, glaube ich, bei meinem Bericht von der Ringfotomesse auf pen-and-tell mitgeteilt.

r.w. admin.

Bild des Benutzers Thomas N

DAnke Reinhard, das habe ich wohl überlesen.
Der Service ist ebenfalls gut. Kamera hat neues Griffgummi spendiert bekommen und fühlt sich wie neu an. Ganz toll. die Objetive, teils repariert, TipTop.
Bitte nur kein Umkehrschluß: Es war auch vorher gut am Griff.
Der Service bei Olympus ist vorbildlich in der Branche.
HG Thomas

Bild des Benutzers olyban

Mein 12-100er hat einen leichten Regen nicht überstanden. Schlimm genug. Garantie ist natürlich seit einem halben Jahr abgelaufen. Also in den sauren Apfel beißen und ab zur Reparatur. Reparaturseite aufgerufen, auf die formelle Registrierung bei MyOlympus zunächst verzichtet, also gewissermaßen als Gast zur Reparatur angemeldet. Kaufdatum wurde abgefragt und natürlich die - sinnlose - Originalrechnung, die man gefälligst binnen 48 Stunden nachzureichen habe. Ein "Weiter" belehrt dann - nicht überraschend - darüber, dass die Garantie abgelaufen sei und die Reparatur, egal, was es ist, 214,20 € koste. Nun, gut, oder auch schlecht. Letztlich darf man zwischen Kreditkartenzahlung und Sofortüberweisung wählen. Bei Kreditkartenzahlung lautet der nicht änderbare Überweisungsbetrag auf 214.20000 €. Nun ist im deutschen Zahlungsverkehr der Punkt kein Komma, sondern eine Tausendertrennung. 214.200,00 € war mir dann doch zu viel, selbst wenn die Software ggf. im Hintergrund richtig gerechnet hätte. Bei der Sofortüberweisung erhält man ein Wirecard-Konto als Überweisungsadressaten angegeben. Ein Oly-Hinweis findet sich nur im Verwendungszweck. Also nicht einmal formal ein Hinweis dort, dass ein Oly-Unternehmen Überweisungsempfänger ist. Ok, überwiesen.

Der nächste Schritt klingt dann ordnungsgemäß: Mitteilung der Reparaturnummer und Ankündigung der "nächsten Schritte", nämlich insbesondere Übermittlung des Reparaturscheins und des Freifrankaturaufklebers. Ein Blick ins E-Mail-Postfach. Nichts. Auch nach Stunden nicht. Nicht einmal eine Eingangsbestätigung des Auftrages, was jeder viertklassige Online-Versand problemlos in Echtzeit hinbekommt.

Nochmals auf die Mitteilungsseite, wo die Reparaturnummer stand, zurückgegangen. Ok, da gibt es noch eine "Reparaturzusammenfassung" als PDF. Ausgedruckt. 2 Seiten. Wieso 2? Aha, einmal die eingegebenen Reparaturdaten, wie erwartet, zum zweiten ein DHL-Retouren-Zettel, der offenbar aufs Paket geklebt werden soll. Davon, dass "die nächsten Schritte" sich im PDF verbergen, steht nirgends etwas. Und nun kommt das Eigentliche: Adressat des Paketes ist nicht ein Olympus-Service, sondern ein Logistikdienstleister in Duisburg. Kein Wort von Olympus. Kein entsprechender Hinweis irgendwo auf den Reparaturauftragsseiten, dass das der richtige Ansprechpartner ist. Man soll also nicht nur Vorkasse auf ein nicht namentlich Olympus zugeordnetes Konto leisten, sondern auch noch das Reparaturgut an eine Adresse schicken, nicht erkennbar nichts mit Olympus zu tun hat.

Weltunternehmen? Nein, das ist schlicht unseriös.

Ich habe den Kundenservice angeschrieben, aber - selbstverständlich - auch von dort noch keine Antwort.

Eine fette Enttäuschung. Rundherum.

HG Olyban

Bild des Benutzers Reinhard Wagner

... an jemand weitergeleitet.....

r.w. admin.

Bild des Benutzers olyban

Vielen Dank dafür.

Bild des Benutzers olyban

18 Stunden nach Absendung eine Antwort vom Kundenservice:

"Es tut uns außerordentlich leid, dass Sie nach der Anmeldung zur Reparatur kein Versandetikett erhalten haben und diese Erfahrung machen mussten.

Gerne haben wir Ihr Anliegen ausführlich überprüft und die Informationen zur Reparatur können direkt nach dem Erstellen des Auftrags als PDF Datei heruntergeladen werden.
Wir senden Ihnen die benötigte Dokumente gerne hier im Anhang als PDF zu und Sie können die Einsendung somit umgehend vornehmen.

Des Weiteren könnte es sich bezüglich der Angabe des Versands via E-Mail um einen Fehler handeln und wir bitten Sie daher höflichst uns mitzuteilen an welcher Stelle Ihnen mitgeteilt wurde, dass Sie eine weitere E-Mail erhalten.
Es wäre daher erforderlich gegebenenfalls weitere Schritte einzuleiten."

Der Mail war das an das Logistikunternehmen in Duisburg adressierte Freifrankaturformular beigefügt.

Die Antwort zeigt, dass bei Olympus nicht das zarteste Problembewusstsein herrscht:
- Falsche oder zumindest irreführende Zahlwertangabe bei Kreditkartenüberweisung
- Kein namentlich benannter Empfänger bei der Sofortüberweisung
- Keine Auftragsbestätigung per E-Mail (auch jetzt noch nicht)
- Tracking mit der mitgeteilten Auftragsnummer führt zu einer Errormeldung (anstatt zu "Repaturauftrag eingegangen, auf Einsendung des Geräts wird gewartet"
- Im Auftragsnummerformular wird eine noch folgende Korrespondenz suggeriert, die aber - so liest sich die Antwort des Kundenservices - überhaupt nicht beabsichtigt ist.
- Das PDF weit oberhalb des Ankündigungstextes wird als Zusammenfassung des Auftrags beschrieben ohne irgendeinen Hinweis auf weitere Unterlagen. Wer das nicht zufällig ausdruckt, wartet bis zum Sanktnimmerleinstag auf die angekündigten Unterlagen.
- Im Freifrankaturaufkleber (DHL-Retoure) wird als Empfänger eine nicht auf Olympus lautendes Unternehmen angegeben, das nach Internetrecherche unter der adressierten Bezeichnung nicht firmiert, sondern zusammen mit der Angabe des Tätigkeitsfeldes (Logistik) als GmbH. Eine juristische Person ist eine juristische Person, ein Adressat GmbH-Zusatz oder andere Kennzeichen für eine juristische Person ist eine natürliche Person
- Nirgends weist Olympus darauf hin, dass dieses Unternehmen autorisiert ist und Olympus im Verhältnis zum Kunden die Haftung für den Logistiker unternimmt.

Olympus verlangt also mit fragwürdigen Zahlungsabwicklungsvorgängen Vorkasse, verschickt keine Auftragsbestätigung und mutet dem Kunden zu, selbst herauszufinden, wo sich die Versandanleitung befindet, und vor allem, die Ware dann an einen unbekannten Dritten zu schicken. Und der Kundenservice findet das offenbar ok. Ich nicht.

LG Olyban

Bild des Benutzers olyban

Die Antwort auf meine Mail kam diesmal schneller und lautet:

"Wir wollten mit dem Prozess einer Anmeldung zur Reparatur keineswegs für Verwirrung sorgen und wir möchten Ihnen versichern, dass wir uns Ihrem Anliegen gerne annehmen.

Es handelt sich hier um einen neuen kürzlich vorgestellten Prozess und wir nehmen Verbesserungsvorschläge wie Ihren gerne an.
Wir hoffen sehr, dass sich die Anmeldung in Zukunft einfacher und besser durchführen lässt und wir unsere Kundin somit vollkommen zufrieden stellen können.

Bezüglich der fehlenden Auftragsbestätigung möchten wir Ihnen allerdings mitteilen, dass Sie die erstellte Reparaturnummer als Auftragsnummer ansehen können und Sie keine weitere Bestätigung erhalten.
Es handelt sich um keine Online-Bestellung im herkömmlichen Sinne, da es die Erstellung eines Reparaturauftrags betrifft und die Kosten außerhalb der Garantiezeit von dem jeweiligen Kunden übernommen werden müssen.

Sie haben ebenfalls die Möglichkeit den Status der Reparatur online nachzuvollziehen und wir können Ihnen versichern, dass wir Sie keineswegs hintergehen.
Bei Yusen handelt es sich um unseren Logistikpartner und sobald die Sendung bei xxx (Name von mir hier gestrichen, O.) eingetroffen ist, wird diese im Anschluss in unsere Werkstatt weitergeleitet und vor Ort registriert.

Der gesamte Prozess ist online nachvollziehbar und wir möchten Sie daher bitten den bereits erstellten Frachtbrief zu nutzen und Olympus in dieser Angelegenheit Ihr Vertrauen zu schenken.
Bei Verlust unterstützen wir Sie selbstverständlich und Sie haben stets die Möglichkeit uns bezüglich der Reparatur zu kontaktieren.

Falls Sie mit der Vorgehensweise nicht einverstanden sind, können Sie Ihr Objektiv auch gerne bei Ihrem Händler abgeben und dieser übernimmt die Einsendung für Sie.
Alternativ können Sie das Objektiv direkt an Olympus senden, hier sind die Versandkosten allerdings von Ihnen zu übernehmen und wir bitten Sie zu vermerken, dass Sie die Kosten der Reparatur bereits beglichen haben."

Auch das zeugt von m.E. - sagen wir - von einer gewissen Rechtsblindheit.
- Die Vorstellung, im Geschäftsleben könne man einfach mal auf eine Auftragsbestätigung verzichten, ist bestenfalls als "putzig" zu bezeichnen; die dahinter liegende Rechtsauffassung, dass eine Online-Reparatur kein Fernabsatzgeschäft sei, halte ich für falsch.
- Ein Fall für herunterklappende Kinnlade ist das selbstentschuldigende Bekenntnis, es handele sich um einen erst kürzlich vorgestellten Prozess. Ach so, Endkontrolle beim Kunden, oder wie soll man das verstehen? Dieser "Prozess" kann vor Veröffentlichung jedenfalls keine geistvolle Endkontrolle erfahren haben. Dazu sind die Fehler zu grob und zu augenfällig.
- Die Antwort löst das Problem nicht, dass der Status der Reparatur eben nicht ab Erteilung der Auftragsnummer erfragbar ist.
- Warum es den Umweg über den Logistikdienstleister gibt, wird aus der Antwort nicht deutlich. Die Haftungsübernahmeerklärung für jeden Fehler, den der Logistiker macht, wird konkludent verweigert ("wir unterstützen Sie" statt "Olympus haftet"). Es gibt damit für den Kunden keinen Grund, an einen völlig fremden und auch noch rechtlich völlig falsch bezeichneten Dritten die wertvolle Ausrüstung zu schicken.
- Das "großzügige" Angebot, auf eigene Kosten den Versand nach Hamburg zu veranlassen, vernebelt, dass selbstverständlich in der Reparaturkostenpauschale die Versandkosten kalkulatorisch enthalten sind. Olympus möchte also die Versandkosten als Gewinn einstreichen, obwohl diese Kosten bei Direktversand auf Kosten des Kunden gar nicht anfallen.

Ich werde das Objektiv keinesfalls zu diesen Konditionen zu einem wildfremden, falsch bezeichneten Logistiker senden, für den Olympus nicht voll einzustehen bereit ist. Anders als bei eigener Abgabe bei einem Frachtdienstleister habe ich nämlich mit dem Logistiker keinerlei vertragliche Beziehung und damit allenfalls dekliktische Ansprüche. Es ist absonderlich, wie man einem Kunden diese krasse Verschlechterung seiner Anspruchslage ernsthaft zumuten kann.

Ich bin auch nicht bereit, die Versandkosten gewissermaßen 2x zu bezahlen.

Ich habe Olympus aufgefordert, mir einen vernünftigen Vorschlag zu unterbreiten.

Ich halte euch auf dem Laufenden.

Grüße

Olyban, der sich auch gern in der männlichen Form "Kunde" ansprechen lässt :-)

Bild des Benutzers Frank W.

Yusen in Duisburg steht vermutlich auf Deinem Versandetikett.

Yusen fungiert als Spediteur für das Cycleon-Netzwerk, welches mal offensichtlich, mal unter dem Label des eigentlichen Empfängers Retouren und vergleichbare Services für Großempfänger durchführt. Wenn ich z.B. ab Berlin versende, wird mein Paket bei DHL in Krefeld direkt an Yusen übergeben, egal was auf dem Versandetikett steht.

Eine Nachverfolgung geht auch auf dieser Seite, wo Olympus als Auftraggeber erkennbar ist.
https://olympus.insight.cycleon.net/en/tracking/first-page

Diese Versandart ist für Dich nun unabhängig vom Service-Vertrag kostenlos. Auch wenn Dein Name als Absender auf dem Paket steht, ist Olympus für den kompletten Versandweg der Auftraggeber. Das hat den Vorteil, dass Du das Paket nicht selbst versichern musst (Standardpakete sind ja nur bis 500 Euro versichert). Du sparst also Versand und oft auch die Versicherung. Natürlich haftet bei Verlust immer der Auftraggeber nicht der Empfänger. In diesem Fall zahlt ja Olympus den Versand und ist Vertragspartner der Logistiker. Daher kann im Fall von Verlust auch nur Olympus den entstandenen Schaden bei den Dienstleistern geltend machen. Ich denke, dass man das mit der Dir angebotenen Hilfe bei Verlust meint.

Ich stimme Dir aber zu, dass das alles noch für einen Kunden, der das erstmalig durchläuft einen fragwürdigen Eindruck macht. Allerdings entspricht zumindest der Service am Gerät selbst, nach einigem Trouble während der Startphase, wieder der gewohnten Qualität. Für die Lieferung an Olympus ist allerdings mit ca. 1 Woche zu rechnen. Ab Olympus greifen dann wieder die Deinem Vertragsmodell entprechenden Servicezeiten und auch der Rückversand geht sehr zügig.

Nachtrag: Olympus bittet die Verpackung neutral zu halten. Ich gehe daher mal davon aus, dass aus dem selben Grund nicht der Name eines Kameraherstellers auf dem Paket in Erscheinung treten soll. Vielleicht hilft das auch "Verluste" zu minimieren.

Beste Grüße
Frank

Bild des Benutzers olyban

Bild: 

Hallo Frank,

danke für deine Gedanken, die dein positives Denken zeigen. Das ist ein guter Charakterzug. Den habe ich nicht, sondern übe mich in kritischer Wachsamkeit gegenüber allen Anflügen von unseriösem Geschäftsgebaren, und das hat nichts mit Erstlingsreparatur zu tun (wobei ich nicht verhehle, dass ich schon bei einer früheren Reparatur vom Oly-Service mit einer nicht-reparierten Kamera als "Erfüllung" konfrontiert war; selbstverständlich habe ich das zusätzliche Versandporto für die Nachbesserung der missglückten Reparatur nie erstattet erhalten).

Dies vorausgeschickt bitte ich - auch wenn meine Texte einen etwas anstrengenden Umfang und eine nicht immer leicht verständliche Sprache aufweisen, doch darum, sich um saubere Sachverhaltserfassung zu bemühen.

1. Ja, in der Tat. Yusen steht drauf. Yusen gibt es rechtlich nicht. Das Unternehmen heißt Yusen Logistics (Deutschland) GmbH. Die Adressierung ist falsch. Das passiert seriösen Geschäftsleuten NIEMALS. Im Folgenden benutze zur Vereinfachung HIER gleichwohl ebenfalls die Kurzbezeichnung.

2. Mit Yusen habe ich keine vertragliche Beziehung. Wie Olympus den Support organisiert, mag Olympus im Innenverhältnis klären. Kein seriöser Vertragspartner verlangt den Versand an einen Dritten, der nicht Vertragspartner ist. Das entspricht übrigens der Struktur nach einer hochbekannten Betrugsmasche beim privaten Online-(Ver)Kauf: Veranlassung des Versandes an einen Dritten, und der Verkäufer kann (deswegen) nicht nachweisen, dass der Vertragspartner die Ware erhalten hat. Pech für den Verkäufer. Ware weg und kein Geld.

3. NIRGENDS steht im Ablauf des Reparaturbestellvorgangs, dass Olympus sich der Yusen Logistics (Deutschland) GmbH bedient. Das kommt völlig überraschend erstmals zum Vorschein, wenn man das Etikett ausdruckt, vorausgesetzt man kommt überhaupt auf den Gedanken, dieses Etikett unter "Zusammenfassung der Reparaturinformationen" zu suchen anstatt wegen "Wie geht es weiter" auf eine E-Mail zu hoffen, die niemals käme.

4. Bis zum "Payment" gibt es keinen Hinweis auf die Geltung von AGB, geschweige denn ein Pflicht-Häkchen mit Kenntnisnahmemöglichkeit. Das halte ich für rechtswidrig.

5. Olympus erklärt - ich habe (etwas hintersinnig) extra um Haftungserklärung gebeten - keine Haftungsübernahme für Verlust, Beschädigung bei Yusen, sondern bietet "Unterstützung" für diesen Fall an. In Wahrheit haftet Olympus natürlich verschuldensfrei voll und ganz für seine Erfüllungsgehilfen (§ 278 BGB). Klare FALSCHERKLÄRUNG seitens des Supports. Olympus ist MEIN Vertragspartner und haftet MIR aus dem Reparaturvertrag ohne irgendwelche Umwege und ohne Rücksicht darauf, ob Olympus seinerseits Rückgriff nehmen kann beim Logistiker oder nicht. Wenn man nicht gerade Jurist ist, wird man durch die Supportangabe oder auch durch solche rechtfertigenden Posts schlicht auf die falsche Fährte geführt. Zumindest unseriöses Geschäftsverhalten von Olympus.

5. Es steht bereits oben, dass eine Nachverfolgung mit der Auftragsnummer zu einer Fehlermeldung führt, nämlich dieser: "Error!Api call failed, service is probably unavailable at the moment." Also gerade keine "Erkennbarkeit", wer Auftraggeber ist.
Ich habe es übrigens gerade nochmals ausprobiert, seit der ersten Beanstandung ist also nichts passiert.
Ich weiß de facto bis heute NICHT, wer eigentlich innerhalb des Olympus-Konzerns mein GENAUER Vertragspartner des Reparaturauftrags ist. Selbst in dem PDF über die "Reparaturinformationen" wird das nicht offengelegt.

Olympus verweigert (!) ausdrücklich eine Auftragsbestätigung in Textform. Das halte ich ebenfalls für rechtswidrig (Art. 246 EGBGB) und zugleich für ein Geschäftsverhalten, das kein seriöser Anbieter im Jahre 2020 ernsthaft in Erwägung zieht, geschweige denn auch noch verteidigt. Im Übrigen ist erkennbar, dass Olympus der Auffassung zu sein scheint, dass erst ab Eingang beim Reparaturdienstleister der Registrierungs- und Nachverfolgungsprozess beginnen sollte. Bei der Konstruktion mit Vorkasse (AGB-rechtlich fraglich) ist das ein mutiges Geschäftsgebaren: Der Kunde hat Geld UND Ware aus der Hand gegeben und soll eine Zeit von mindestens 1 Woche warten, um zu erfahren, ob die Ware überhaupt irgendwo zwischenzeitlich registriert worden ist? Wer kommt unter Geltung europäischer Verbraucherschutzregeln auf eine solche Geschäftsidee? - Dass Olympus bei einem deutschem Recht unterliegenden Vertrag meint, die Trackingseite mit der voreingestellten Sprache Englisch betreiben zu müssen, zeugt von ... ach, das mag jeder für sich entscheiden.

6. Schön, dass Olympus einen "kostenlosen, "korrekt versicherten" Versand anbietet. In Wahrheit zahlt der Reparaturauftraggeber Versand und Versicherung in voller Höhe, nämlich über die Reparaturpauschale, in die diese Kosten selbstverständlich eingepreist sind. Der einzige Unterschied: Ich brauche nicht auf Kostenerstattung im Falle der Nachbesserung einer fehlerhaften Reparatur zu warten.

7. Bei allem Verständnis dafür, dass es ökonomische und logistische Gründe dafür geben kann, mit Reparaturpauschalen und der Einschaltung eines Logistikers zu arbeiten. Man sollte trotzdem irgendwie ein gewisses Bemühen erkennbar werden lassen, dass man den Prozess VOR dem Start in rechtlicher und tatsächlicher Hinsicht mit aller Sorgfalt überprüft hat. Daran muss es freilich völlig gefehlt haben, denn sonst könnte eine solche "Reparaturabwicklung" sicher nicht online gehen.

8. Zum Schmunzeln hänge ich mal die Zumutung an, die Olympus auch mehrere Tage nach dem Aufmerksammachen auf den Fehler noch nicht beseitigt hat(Ich hatte bei der früheren Darstellung einige Nullen vergessen). 214,20 € sind 214,20 €, nicht 214.20000000 € (wenn man die Transaktionssprache auf Deutsch UMSTELLT (!), erscheint wenigstens ein Komma nach der 214; trotzdem haben die 6 Nullen hinter der 20 dort nichts zu suchen. Erwähnte ich eigentlich schon, dass auf der paymentseite der notwendige Button "Abbrechen" fehlt?

9. Nach alledem könnte man meinen, dass Olympus keinerlei Handlungsbedarf sieht. Muss Olympus ja auch nicht, wenn man auf genügend Menschen trifft, die die Fülle von rechtlichen und tatsächlichen Fehlleistungen verteidigt. Müsste Olympus aber, wenn das gerade andersherum wäre.

10. Interessant auch, dass Olympus zwar deutlich dafür wirbt, ein Kundenkonto anzulegen und am Ende des Reparaturauftrages auch noch den Vorteil herausstellt, dass man das auch nachträglich tun könne. Fast möchte man "selbstverständlich" schreiben, wenn man darüber berichtet, dass der ERTEILTE Reparaturauftrag bei Anlage eines Kundenkontos mit den identischen persönlichen Daten NICHT in diesem Kundenkonto auftaucht.

11. Das Bessere ist des Guten Feind, des Schlechten schon gar. Ich fürchte, hier gibt es nichts zu verteidigen, sondern nur etwas zu verändern, und zwar sofort. Und es ist unsere Aufgabe als Olympus-Fans, Olympus besser zu machen, indem wir genau und nachhaltig darauf aufmerksam machen, was schief läuft.

Viele Grüße

Olyban

Bild des Benutzers Thomas N

Ähnliche Fragen hatte ich bei der Umstellung auch. Die Sendung der Pakete ohne Nachnahme hat Vorteile aber auch Nachteile. Nachteil die Tage war, das ein DHL Bote das wertvolle Paket meiner lieben Nachbarin übergab, jedoch keinen Zettel im Briefkasten hinterlegte. Ging alles gut. Kann aber eine Schwachstelle sein, zumal der Service im Gegensatz zu anderen Verkäufern keine Trackingnummer bei Versand des Paketes automatisiert an den Empfänger sendet. Könnte weiteres Verbesserungspotential sein. Klar kann man auch auf den RepRaturstatus schauen. Wenn er rund um die Uhr auch aufrufbar ist.
Nachnahme hatte immer die Stärke: Kein Nachbar nimmt es ohne weiteres an.
Die Reparatur selbst war vorbildlich. Kontakt per Email mit dem Kundenservice auch.
LG Thomas

Bild des Benutzers steffensennewald

Wäre ja mal ne Überlegung als Fotopaketreise: Direktanlieferung der Reparatur in Coimbra bei einer kleinen Portugalrundreise. Von Lisboa oder Porto nach Coimbra und von hier aus in die Gegend des Duoro und die Weine der Region in den Quintas geniesen und nach einer Woche die Kamera reapariert wieder abholen...

der steffen im schattenmodus

Bild des Benutzers Klickfisch

Ich habe heute mit Oly-Schweiz telefoniert. Sie wissen nichts von einer Web-Anmeldung (obwohl das Reparaturverfahren auf der .ch-Seite läuft). Sie nehmen keine Kameras mehr an. Man muss selber einsenden an:

Olympus return, SPI logistics AG, SPI-St. Jakobstrasse 200, 4089 Basel-CH

Keine Vorauszahlung. Man bekomme nach Eingang in Basel einen Kostenvoranschlag und muss den zurück senden. Die Reparaturpauschalen (ich habe das Formular bis vor die Zahlung ausgefüllt) betragen für eine E-5 CHF 209.37 und für ein FT 50 mm f2.0 CHF 146.56. Rücksendung inbegriffen.

Bild des Benutzers olyban

Ein paar Tage sind vergangen, und es gibt Neues, Positives zu berichten.

1. Der Weg über Duisburg ist mir letztlich erspart geblieben, es gab eine Einigung für diesen Fall, dass ich das Objektiv direkt nach Hamburg schicken kann. Ohne zusätzliche Kosten. Ein Pluspunkt.

2. Das Objektiv sollte abgeholt werden. Ebenfalls Positiv. Für den - eingetretenen - Fall meiner Abwesenheit, sollte ich einen Versandaufkleber im Briefkasten vorfinden. So auch geschehen. Auch gut.

3. Mit Erhalt des Versandaufklebers war die Reparatur im Tracking verzeichnet. Daran hat sich dann allerdings in den folgenden Tagen nichts mehr geändert. Irgendwelche Informationen, ob das Paket die Poststation überhaupt verlassen hat, geschweige denn in HH oder in der CZ oder in P angekommen ist, gab es zu keiner Zeit. Schlecht.

4. Nach knapp 2 Wochen eröffnete mir mein Smartphone per SMS, dass zwei Tage später ein Paket von Olympus bei mir eintreffen solle. Keine E-Mail. Am Folgetag gab es eine neue SMS: Lieferung bereits bis Tagesende, was sich dann als später Vormittag bewahrheitete.

5. Das Objektiv wurde - angesichts des Kombinationsschadens aus mangelhafter Abdichtung und Elektroniktotalausfall wenig überraschend - nicht repariert, sondern schlicht ausgetauscht gegen ein Objektiv in OVP. Das ist löblich.

5. Die Reparaturseite von Olympus ist inzwischen teilweise überarbeitet. Das AGB-Knöpfchen ist nun auf dem Weg zur Bestellung vorhanden. Auch eine verbesserte Abbruchmöglichkeit gibt es nun, wobei es ein Unding ist, dass man die Kontaktaufnahme wegen des Abbruchs ABWÄHLEN muss. Vergisst man das, erhält man Post von Olympus. Die Fehlbezifferung beim Bezahlen mit Kreditkarte ist nicht behoben. Wie es mit Auftragsbestätigung oder Hinweisen auf den Transportweg inkl. Haftungseingeständnis aussieht, habe ich nicht geprüft. Auch das Thema DSGVO wäre noch eine vertiefte Prüfung wert. Fazit: Teilweise positive Veränderungen, aber es ist sicher noch einiges zu tun, bis man die Abwicklung als völlig korrekt betrachten kann. Immerhin, damit kann ich letztlich bestätigen, was andere bereits geschrieben haben: Das Service-Ergebnis ist dann wenigstens nicht zu beanstanden.

Grüße

olyban

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