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Entwicklung

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Gerade mache ich eine Entwicklung durch, die die Meisten hier andersrum durchgemacht haben ;)
Ich habe nämlich nach der digitalen Fotografie mir der analogen Fotografie angefangen.
Nun war es endlich so weit und ich habe meine ersten Filme selbst entwickelt. Obwohl ich in einem technischen Beruf arbeite und somit genaues Arbeiten gewohnt bin, habe ich mich sehr gefreut, dass auf den Filmen wirklich was drauf ist :)
Leider haben meine Frau und ich noch keinen Platz gefunden, wo wir eine Dunkelkammer einrichten können. Ich würde meine Negative so gern auch selbst vergrößern. Es kommt aber erstmal wohl nur die hybride Arbeitsweise für mich in Frage, das heißt: auf Film fotografieren, entwickeln und danach scannen.
Einige von euch werden mich für bescheuert halten, weil die digitale Fotografie ja so viel bessere Bildqualität liefert und viel schneller ist. Für mich ist die Langsamkeit der analogen Fotografie allerdings gerade sehr entspannend. Das ist bei der hektischen Arbeit, mit der ich mein Geld verdiene, ein super "Gegengewicht". Im Job entnehme in SAP ERP Termine etc., zuhause richte ich mich nach der Entwicklerchemie. Und die Bildqualität "messe" ich nicht in Auflösung o.ä. sondern in den Motiven.
Den Ilford Film, dessen Dose oben zu sehen ist, habe ich letzten Samstag mit Achim in Hamburg vollfotografiert. Viele Bilder darauf sind... hm... langweilig. Und/oder technisch mangelhaft. Da sitzt die Schärfe auf der Schulter statt dem Gesicht, die Tiefen sind abgesoffen, überall ist fieses Korn (HP5+ in Rodinal), ich war zu langsam beim Fokussieren/Auslösen und und und. Trotzdem finde ich alle Bilder toll!
Leider habe ich (noch?) keine analoge Olympus Kamera (außer einer Pen EE-3). Sonst würde ich wahrscheinlich hier öfter mal analoge Bilder veröffentlichen.

Viele Grüße
Julian

Bild des Benutzers JulianS

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Ein Bild lade ich doch mal hoch, auch wenn es nicht aus einer Olympus Kamera kommt.
Aufgenommen mit 50mm und Gelbfilter. Blende und Zeit weiß ich nicht mehr, hat die Kamera nicht in die Exifs geschrieben ;)
Film: Ilford HP5+ mit ISO400 belichtet.
Entwickelt in Rodinal 1+50, 11 min bei 20°C
Außer an der Gradation habe ich am Rechner nichts gemacht. Allerdings macht der Scanner alles alleine, ohne dass ich eingreifen kann. Da muss langfristig (auch wegen der Rollfilme) was anderes her.

Bild des Benutzers Reinhard Wagner

Ich habe 2009, als die E-P1 rauskam, meine Exakta wieder ausgepackt und bei Der Präsentation der Kamera einen analogen Film durchgeschossen. Und noch einen ganzen Schwung Filme im Kühlschrank. Aber so viel Spaß die analoge Knipserei macht - ist ein tolles haptisches Gefühl - aber was rauskommt ist technisch einfach lausig. Ich überlege seit Jahren, welche Motive es wert sind, mit schlechter Qualität abgelichtet zu werden. Aber mir ist nichts eingefallen. Für Knipsbilder ist analoge Fotografie zu teuer und zu umweltschädlich - und für wirklich gute Motive ist sie zu schlecht.
Als Hobby - also wenn man es nur zum Entspannen macht, wie Du -muss man aber andere Maßstäbe anlegen. Da ist der Weg das Ziel.

r.w. admin.

Bild des Benutzers iamsiggi

Hallo Julian,
Dann viel Spaß bei der Sache. Ich habe selbst lange Zeit (in einem Technischen Beruf) s/w und FarbDia auf Ciba Chrome ausgearbeitet. Schade, denn die restlichen Filmrollen, Dosen wurden längst entsorgt.
Mein letzter Vergleich war mal mit einem Film und OM300mm im Flugzeug gegen die C4040 oder war's die C5050?.... seit daher hab ich das nicht mehr angerührt.

Die Langsamkeit lebe ich jetzt beim Ausarbeiten von Bildern, die bei etwas "kniffliger Lichtsitutionen" entstanden sind, aus ;-)

Siegfried

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Siegfried
"Man sieht nur das, was man weiß"

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