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Messmethoden

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Hallo zusammen,

heute habe ich einmal eine Frage: Gibt es Erfahrungen in welchen Situationen und für welche Motive eine mittengewichtete Integralmessung sowie die Spotmessung Helligkeit/ Schatten wirklich Sinn macht oder besser gesagt empfehlenswert ist. Ich fotografiere mit der OMD EM10 II.

Über eine gelegentliche Rückmeldung würde ich mich sehr freuen.

Grüße, Gustav

Bild des Benutzers Rudolfo4

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Hallo Gustav,
als "Oldie" habe ich die verschiedenen Messmethoden schon in analogen Zeiten kennen lernen können ;-)
Objekt-, Ganzfeld-, mittenbetonte Messung und viele Tricks mehr waren notwendig, um z.B. mit einem Diafilm zu (technisch) vernünftigen Ergebnissen zu kommen.
Bei der (heutigen) Mehrfeldmessung kann man m.E. das Thema "Messmethode" in der Regel ausblenden, nur in sehr wenigen Situationen (Porträt im Gegenlicht etc.) muss man manuell eingreifen (z.B. über +/-). Wenn man dann - wie ich es immer mache - JPEG+RAW nutzt, kann man die Korrektur nachträglich ohne Probleme am PC durchführen.
Ein Freiheitsgrad mehr, ich kann mich besser auf das Motiv konzentrieren.
Meine Meinung dazu....

LG
Rudolf

Bild des Benutzers Gustav Süszer

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Habe mich über deine Einschätzung sehr gefreut. Reinhard hat es noch differenziert sodass ich es kaum abwarten kann, Eure Hinweise in die Praxis umzusetzen. Beste Grüße, Gustav

Bild des Benutzers Reinhard Wagner

Im Prinzip hat Rudolf recht - durch den LiveView ist die Belichtungsmeßmethode eigentlich unwichtig geworden, weil man ja jederzeit über eine Belichtungskorrektur so lange drehen kann, bis der gewünschte Bildeindruck erreicht ist.
Aber eben nur im Prinzip. In dem Augenblick, in dem Du schnell wechselnde Belichtungssituationen und eventuell auch noch bewegte Motive hast, ist die Wahl der Messmethode essentiell.
- Standardmäßig natürlich ESP.
- Wenn Du ein großes, korrekt zu belichtendes Motiv vor einem wechselnden Hintergrund hast, mittenbetonte Integralmessung. Beispielsweise ein Springreiter. Der würde vor einer hellen Tribüne sonst dunkler belichtet als vor einer dunklen Holzwand.
- wenn Du kleine Motive hast, die sich vor schwarzem oder weißen Hintergrund befindest: Spot. Du willst zum Beispiel einen Musiker im schwarzen Anzug vor schwarzem Bühnenhintergrund ablichten und der bewegt sich öfter mal im Scheinwerferlicht.
- Spot Shadow: Wie Spot, nur ist das Motiv nicht Hautfarben, sondern sehr dunkel, soll aber nicht absaufen. Schwarzer Hund vor hellem Hintergrund.
- Shot Hi: Wie Spot, nur ist das Motiv sehr hell, soll aber nicht ausfressen. Durch sehr harten Spot beleuchtetes Gesicht vor dunklem Hintergrund. Bei normalem Spot wäre der Hintergrund schwarz, bei Spot Hi kriegt der Hintergrund noch etwa eineinhalb Blenden mehr Licht. Meistens sollte man mit SpotHi auf b/w umstellen, zumindest wenn die helle Stelle farbig ist. Die Starke Überbelichtung verfälscht die Farbe.

r.w. admin.

Bild des Benutzers Gustav Süszer

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Lieber Rudolf, lieber Reinhard,

über Eure ausführlichen Hinweise und Erläuterungen habe ich mich sehr gefreut, sie geben mir neue Anreize mit verschiedenen Messmethoden zu arbeiten. Herzlichen Dank! Grüße, Gustav

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