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Rabattschlacht

Olympus rabattiert wieder. Bis zum 5.7.2020 gibt es folgende Objektive billiger:

17mm f/1,2: 300 Euro Rabatt
300mm f/4: 300 Euro Rabatt
25mm f/1,2: 200 Euro Rabatt
75mm f/1,8: 200 Euro Rabatt
12mm f/2: 200 Euro Rabatt
45mm f/1,2: 200 Euro Rabatt
17mm f/1,8: 100 Euro Rabatt
25mm f/1,8: 100 Euro Rabatt
60mm f/2,8: 100 Euro Rabatt
30mm f/3,5: 75 Euro Rabatt
8mm f/1,8: 75 Euro Rabatt
45mm f/1,8: 50 Euro Rabatt

Kommentare

Bild des Benutzers Martin W.

Corona-bedingte Rabattschlacht?

Corona-bedingt sagt der Chefbuchhalter in meinem Hinterkopf:
Wo nix reinkommt kann auch nichts ausgegeben werden. Egal wieviel Rabatt drauf ist (jedenfalls bei allen Rabatten unter 100%).

Warum sonst bin ich grad Autokorso gefahren (Stichwort: "EVENTuell N!E WIEDER!") und hab Gebäude nachts rot beleuchtet (Stichwort: "Night Of Light").

Ich vermute mal, bei Olympus sind auch die Lager voll und die Abverkäufe gering. Da ist ggf. Verkauf mit geringerer Marge schlauer, als Bestände aufzubauen...

siniert
Martin

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Bild des Benutzers Reinhard Wagner

... so seltsam es klingt, aber ich bin über die Beweggründe für diese Rabattitis genauso im Unklaren. Da kann trefflich spekuliert werden und das wird es ja auch.
Aber im Prinzip kannst Du Recht haben. Die Lager sind da, also raus mit der Ware. Das Zeug wird im Schrank ja nicht wertvoller.
Ich weiß, dass anfangs die Händler getobt haben, weil der Rabatt so hoch war, dass das Zeug im Oly-Shop zum Händler-EK rausgegangen ist. Aber da haben sie anscheinend jetzt nachgesteuert und jetzt können alle damit leben. Corona-Reibungsverluste.... Wie überlebt man als Hersteller von beratungsintensivem Luxuskram in solchen Zeiten...
Schauen wir mal....

r.w. admin.

Bild des Benutzers Tarnkappe

Die Lager quellen aber wohl vom 60mm Makro nicht über.
Die meisten Onlinehändler sind im Rückstand (Olympus Online jedoch nicht).

Gruß Dieter

Bild des Benutzers Reinhard Wagner

... interessieren hier nicht. Dass viele Händler nicht bestellen, ist nicht (nicht ausschließlich) die Schuld von Olympus. Wenn die Händler bestellen würden, dann hätte Olympus nix auf Lager und würde keine Rabattaktionen fahren....

r.w. admin.

Bild des Benutzers Frank W.

Vielleicht ist es ja heute eine Notwendigkeit, dass

- der Hersteller einen eigenen Shop hat
- Service und Gewährleistung mit dem Kunden direkt abwickelt
- über Rabattaktionen das Kaufverhalten der Kunden nicht nur kurzfristig beeinflusst

Den Wegfall von Filmentwicklung und den Rückgang von Papierabzügen traue ich mich gar nicht mehr zu erwähnen - ist schon Geschichte

Über das Verhältnis zwischen Hersteller und Händler nachzudenken ist mühsam, zudem es bei vielen Herstellern ähnlich verläuft.

Die großen oder umsatzstarken Händler haben noch die Möglichkeit Events zu veranstalten (Workshops, Hausmessen). Die SCHAU in Berlin ist so eine Veranstaltung. Wurde dieses Jahr sogar auf mehrere Wochenenden verteilt unter freiem Himmel durchgeführt. Es gibt Händler die sich noch den Hintern aufreissen, aber es ist auch erkennbar, dass das nicht ewig so funktionieren kann. Für die Verteter der Firmen wird das zuviel und dem Kunden bleibt das nicht verborgen.

Das ist kein Motzen oder ein Vorwurf. Aber die Händler brauchen aus meiner Sicht wieder genügend Spielraum um sich voneinander abzusetzen. Es kann nicht sein, dass dafür gleich eine Hausmesse notwendig wird.

Die Beobachtung von Dieter haben schon viele Kunden gemacht. Bei meinem Pro-Händler standen zur Einführung der E-M1 III eine traurige E-M1 II und drei Standardobjektive im Schaufenster. Mir geht es nicht um das Wieso und Warum. Als Kunde sollten mich doch eigentlich auch nicht die Hintergründe interessieren. Ich bin bisher davon ausgegangen, dass ein Firmenvertreter auch ein Auge darauf hat, wie seine Produkte in den Läden präsentiert werden und darum kämpft Fläche dazuzugewinnen.

Mein Kumpel steht morgen wieder in dem Laden. Es weiss nicht, wieviel von den letzten Dikussionen bei den Kunden bereits angekommen ist. Er wird sie in ihren Vorstellungen bekräftigten, solange sie nicht völlig danebenliegen, und die Kartons über den Ladentisch reichen, welche sie schon beim Betreten des Ladens im Sinn hatten. Den Kunden verunsichern, mit zuviel Information/ Reizüberflutung, jetzt in dieser Situation? Zudem eh von jedem Hersteller das Pro-Label an der Ladentür klebt.

Der Ball liegt bei den Herstellern. Ja, es ist naiv und emotional. Die Kurve bekommen sie nur, wenn sie es gemeimsam angehen. Mir fällt heute kein Grund mehr ein wofür ich ein Foto-Fachgeschäft betreten müsste und das ist bitter. Ich sehe auch nicht, wie ein Händler allein das ändern könnte.

Man muss nicht um den heissen Brei herumreden. Wer kein Ohr mehr bei seinen Kunden hat und jetzt inflationär Rabattaktionen startet, muss wissen was er damit suggeriert.

Bild des Benutzers Reinhard Wagner

.... ist echt ein Problem. Ich kenne ja die Perspektive aus allen Richtungen.
Der Hersteller versucht verzweifelt, Produktschulungen bei uninteressierten Händlern unterzubringen.
Der Händler kämpft um Rabatte.
Und der Kunde geht zum Händler, kriegt dort meistens halbgare oder völlig falsche Infos.
Ich weiß, dass Händler jetzt versuchen, mit Workshops Geld zu machen. Sie verlangen quasi jetzt Geld dafür dass sie ihren Kunden das Produkt erklären, das sie ihnen verkaufen wollen.
Der Hersteller übernimmt zwar die Kosten für den Workshop - aber da hat der Händler noch nichts dran verdient. Also haut der nochmal was drauf.
Dass sich der Kunde dann etwas ausgenommen vorkommt, ist klar. Ich habe Händlern angeboten, dass ich für ihre Kunden umsonst (!) Schulungen mache. Keine Nachfrage von Händlerseite.
Es ist eigentlich ein Unding, dass ich in Rocksdorf Kamerakurse mache und dafür fast 400 Euro fürs Wochenende verlange. Das ist eigentlich der Job der Händler und Hersteller. Aber was machen die? Die nehmen für ne einstündige Powerpoint und anschließenden dreistündigen "Fotowalk" zwischen 150 und 200 Euro.
Olympus bietet in Coronazeiten eine Stunde Skype mit einem Promotoren für 75 Euro an.

An der Katastrophe der Kamerabranche sind alle schuld. Die wenigen, die kapiert haben, was notwendig ist, können es nicht rumreißen. Bei den meisten ist der kurzfristige Umsatz immer noch das Maß der Dinge. Man hätte in Zeiten, als es der Branche noch golden ging, die Strukturen schaffen müssen, die über die Krise getragen hätten. Tja.... hätte, hätte Fahrradkette.

Es ist nicht das Problem von "Umsatzstärke". Es ist das Problem von Engagement. Warum sind die Händler nicht auf Stammtischen und plaudern dort über ihre Probleme. Oder teilen ein bisschen was von ihrem Fotowissen? Warum veranstalten sie nicht ihren Läden Vernissagen? Sie holen sich Promotoren von Herstellern, die dann den versammelten Leuten ne Story vom Pferd erzählen und alle hinterher kopfschüttelnd aufstehen. Warum? Weil die Promotoren vom Hersteller gezahlt werden.
Kundenbindung kostet kein Geld, Kundenbindung kostet Engagement und Herzblut.
Das ist bei den meisten noch nicht angekommen.

r.w. admin.

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