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Alte Kamera behalten....

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... oder weg geben? Diese Frage stellt sich mir seit geraumer Zeit. Zu analog-Zeiten hatte ich meist drei Gehäuse im Fotorucksack (2xOM2n, 1x OM4Ti), bestückt mit 100 ASA, 400ASA und SW Film. Da war es nötig, da ich in dunklen Gassen genauso gerne Bilder machte, wie in der weiten Ebene unter sengender Sonne.

Aber heute? Stellt man ja die Kamera den Gegebenheiten ein. Nun habe ich mit meiner E-620 kein einziges Bild mehr gemacht, seit ich meine E-M1 II habe.

Was tut man in so einem Fall? Weg geben? Oder als Ersatzkamera behalten, falls das Premium-Modell mal kurzfristig den Geist auf gibt? Funktioniert die "Alte" dann noch, wenn sie ein oder mehrere Jahre tatenlos ein Schattendasein im Schrank gefristet hat?

Wie entscheidet ihr euch in so einem Fall? Man bekommt ja quasi "nichts" mehr dafür. Mit Glück 170 - 200 Euro für Gehäuse, ein Kit Objektiv und OVP. Wenn überhaupt..... aber wenn die Kamera nur herum liegt?

Oder würdet ihr so einem alten Stück noch eine Chance geben und sagen: "nimm es mal für diesen oder jenen Einsatz her, das kann die gut/besser als..."

Objektive habe ich ja ein paar Gute. Das 14-54mm II, 7-14mm, 50-200mm mit 1,4x Konverter.... die ich aber allesamt mit MMF-3 Adapter auch an der E-M1 II nutze.

Danke für eure Entscheidungshilfe,
Stefan

Bild des Benutzers Reinhard Wagner

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Ich habe den ganzen alten Kram noch. Und finde es mittlerweile schade, dass mein alter Herr seinerzeit meine allererste Instamatic zerlegt hat um an irgendein Teil innendrin zu kommen. Das ist allerdings völlig unvernünftig. Das Zeug liegt im Regal und setzt Staub an. Kameras, die ich akut nicht brauche und die noch gut genug sind, um Menschen zu erfreuen, verleihe ich.

Für Dein Luxusproblem: Lade die Akkus alle halbe Jahre mal, mach fünf Fotos und ne Pixelkorrrektur. Und behalte sie. Gelegentlich ist eine Zweitkamera wirklich wichtig und macht den Unterschied zwischen Win und Lose.

Ich nehme mir immer wieder vor, mal die E-1 oder meine treue E-500 auszuführen und damit Fotos zu machen. Aber die Bildqualität der neueren Sensoren ist so erheblich besser, dass es immer beim Vorsatz bleibt. Denn wer weiß, mir kommt das Motiv meines Lebens vor die Knipse - deshalb habe ich sie ja dabei - und ich steh mit dem uralten Sensor und nem klappernden Spiegel davor? Erst wenn man das Arbeiten mit einer modernen Kamera gewohnt ist, merkt man, wie langsam die alten Knipsen sind - und was damit überhaupt nicht geht, an das man sich aber längst gewöhnt hat.

Mein Rat: Halte sie in Ehren, pflege sie, und verwende sie als Backup. Wenn sie Dir jedes Jahr einmal den Hintern rettet, hat sie ihre Daseinsberechtigung. Und sollte eines Tages mal eine E-M1 IV zu Dir finden, dann ist eine E-620 vielleicht schon ein Klassiker, bei dem man sagt "Boah, hör mal, der Spiegel! Und kuck mal: beleuchtete Tasten. Gab's nur bei der E-620. Dann nie wieder."

Und wenn Du sie gar nicht mehr haben willst: Ich kann sie hier zur restlichen Familie stellen. Denn die E-620 habe ich noch nicht. Nur den Batteriegriff dafür..... ;-)

PS: Tolles, passendes Teaserbild! Gerade diese alten Wagenräder. Di e einen sammeln sie bis zum Erbrechen - andere werfen sie weg - und ich habe einen kompletten Drehschemel eines Bauernwagens aus dem 19. Jahrhundert und müsste ihn nur mal restaurieren.... oder einfach nur leimen, damit er nicht noch mehr auseinanderfällt.

PS2: Zum Thema: Alt, hübsch, aber wird nicht mehr gebraucht, eine Apotheke in Rostock. Abreißen? Nen 1-Euro-Laden oder ein Versicherungsbüro reinmachen? Dann lieber genau so belassen, dass man davorstehen und nostalgische Gefühle kriegen kann.

r.w. admin.

Bild des Benutzers panomatic

Was sich für eine ältere Kamera auch anbietet ist ein Umbau auf Infrarot.

Ich lasse das demnächst mit meiner uralten E-M1.1 machen...

LG Andreas

Bild des Benutzers Renate Schulze

... habe ich auch als umgebaute IR-Kamera - funktioniert ganz prima mit dem 11-22 WW: eine gute Kombi.

Und so habe ich auch noch Freude an beidem!

Wenn ich das mal nicht mehr möchte, werde ich sie auch gerne spenden :o)

Sonnige Grüße, Renate

Bild des Benutzers Martin W.

Für funktionstüchtige Kameras, die den Besitzer stören, aber zu schade sind zum Entsorgen und beim Verkauf nichts "Ernsthaftes" mehr bringen einfach Achim kontaktieren:
https://oly-e.fotografierer.com/?q=user/2265

Achim sucht immer wieder mal nutzbare Kameras für seine Schüler...

jm2c, Martin

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Wer mehr Bilder von mir sehen will: In meinem Profil gibt's die Links.

Bild des Benutzers Achim Meier

... dass Du an meine Jungs und Deerns denkst, Martin.
LG Achim

Bild des Benutzers Martin W.

:-)

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Wer mehr Bilder von mir sehen will: In meinem Profil gibt's die Links.

Bild des Benutzers TKI

Kannst Du noch eine E-3 gebrauchen, lege noch ein ein zwei Linsen mit bei ? Allerdings Abholung.

Gruß Thorsten

Bild des Benutzers Reinhard Wagner

... das kann gar nicht oft genug gesagt werden.

r.w. admin.

Bild des Benutzers Hermann

Eine Back-up Kamera (wenn mal 'die Chefin' in Reparatur muß) und eine Taschenkamera (wenns mal schnell auf geringen Platzbedarf und kleines Gewicht ankommt).

Alles andere (die ewige Qual der Wahl, die zögerlichen Entscheidungen) macht/machen mich nervös. Daher: Abgeben an sympathische Empfänger und gut is!

Es sei denn, es sei denn - man hegt ein besonderes Schätzchen, das einem ans Herz gewachsen ist; dann muß Gnade und Ehre-wem-Ehre-gebührt gewährt werden.

FrdlG, Hermann

P.S. Halt! Ich besitze noch eine E-PL7, vor allem auch wegen des Zubehör-Points für mein MAL-1 ;)

Bild des Benutzers rudolfo4

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Es gibt ja noch eine Alternative: Das Kamera-Altenheim ;-)
Das Deutsche Kameramuseum in Plech (http://www.kameramuseum.de) sucht immer nach alten Kameras und Objektiven.
Viele meiner alten Canon- und Olympus-Sachen sind schon dort gelandet - einfach mal bei Kurt Tauber nachfragen.

LG
Rudolf (rudolfo4)

Bild des Benutzers KoseD

Meine erste Olympus war eine E-M5 und ich habe sie irgendwann verkauft. Heute ärgere ich mich riesig darüber. Ich mag feine Technik und wenn sie noch so anspruchsvoll aussieht und hochwertig ist, wie die von Olympus, dann bin ich eher der Sammler.

Daniel

Bild des Benutzers Joerg

... meine alten Schätzchen (E1, 3 & 5, sowie E-M1.1) und ich kann und werde mich von ihnen nicht trennen.

Ich habe vor Jahren mal ne E-330 für nen Segeltörn aus echte Live-View Kamera erworben und nie genutzt, aber mit den Anderen verbindet mich so viel, dass ich diese nie hergeben könnte. Geht mir mit den Gläsern übrigens genau so.

Bild des Benutzers Bernd Wiesekopsieker

... geht mir genau so!

Grüße
B W

Bild des Benutzers Stefan

.... Input und Bekenntnisse. Herzlichen Dank dafür.
Spontan dachte ich sie dir, Reinhard, zu überlassen. Was gibt es ehrenvolleres für eine Kamera, als den Lebensabend bei dir zu verbringen?
Dann brachte mir dein Satz "Wenn sie Dir jedes Jahr einmal den Hintern rettet..." den Beitrag von neulich "Klack, Klack, Klack" in Erinnerung. Ich hatte noch nie Probleme mit meinen Kameras. Aber was, wenn? Wenn es mir so ergeht wie dem Kollegen bei seiner Radtour? Die bevorstehende Reise zum nördlichen Polarkreis in Norwegen mit hoffentlich Polarlichtern bliebe undokumentiert? Nein, das darf nicht sein. So wird die E-620 vorerst noch bleiben und kommt mit :-)

Ich hänge schon auch an meinen Dingen, die meist mühsam zusammengespart wurden. Aber so ist es eben auch, daß durch den Verkauf das Neue finanziert werden muß. Es fiel schon schwer, die analogen Kameras weg zu geben. Diese Meisterleistung an Feinwerktechnik. Das ein oder andere Glas habe ich noch, um es mit entsprechendem Adapter an der Digitalen verwenden zu können. So war es angedacht, praktiziert habe ich es jedoch nie.

Es stimmt schon, die alten Dinge haben Charakter und sind erhaltenswert. So habe ich vor Jahren, als die Tante eines Freundes in's Pflegeheim zog und ihr Haus abgerissen werden sollte, aus dem Schuppen diverse Eichenfässer, eine Traubenpresse, Sackwaage, Hörnerschlitten und diversen emaillierten Hausrat "gerettet" und in meinem damaligen Haus untergebracht.
Aber das Leben geht weiter. Das Haus ist Geschichte, die Wohnung ist nun klein und nur gemietet, da der Focus jetzt auf Reisen liegt. Hut ab vor Jedem, der sich einem alten, charaktervollen Haus annimmt, es weiter pflegt und erhält.

Noch kurz ein Abriß zu dem Bild mit den Wagenrädern (die ich selbst auch gerne hätte). Eigentlich ist das Bild nur gepfuscht. Wir waren beim Wandern vor einem Gewitter geflüchtet und ich kannte das Schützenhaus in der Nähe. Es ist dort eine kleine Westernstadt aufgebaut. Während ich noch meinem Arbeitskollegen, der erster Vorsitzender des Vereins ist, eine Whatsapp schreibe, wo sie denn die Munition gelagert haben und ob es so schlau ist, hier vor dem Gewitter Schutz zu suchen, spiele ich mit dem neu erworbenen 7-14mm F2.8 herum. Eigentlich sitze ich nur auf einem Holzbrett unter dem knappen Vordach und schau herum, was mir aus dieser Position vor die Linse kommt. Bemühe mich somit gar nicht richtig um das Motiv. Bin dann über das Ergebnis doch sehr erfreut gewesen. Ich habe mehrere Aufnahmen gemacht, aber dieses gefiel mir am Besten. Obwohl die Räder abgeschnitten sind. Oder gerade deswegen?

Viele Grüße,
Stefan

Bild des Benutzers Hermann

... dieses gefiel mir am Besten. Obwohl die Räder abgeschnitten sind. Oder gerade deswegen?

Gerade deswegen - erzeugt einen Spannungsbogen. HG, Hermann

Bild des Benutzers knurz

Ich habe bis jetzt nur eine einzige Kamera verkauft: eine E-620. Ausgerechnet die einzige mit beleuchteten Tasten. Wäre ein schönes Sammlerstück gewesen. Aber ich habe sie kaum noch benutzt (neben E-P1 und E-1) und brauchte Geld (als Student). Jetzt habe ich hier neben der E-1 und der E-P1 noch vier andere Kameras. Die werden ziemlich sicher bleiben. Statt der E-1 (die ich auch gerne öfter benutzen würde, aber das Gewicht …) habe ich oft noch eine OM-2 dabei, neben einer modernen Oly. Manche Motive kommen analog besser. Und analog hält womöglich länger.

Bild des Benutzers Stefan

... liegen hinter mir, darum die späte Rückmeldung.
Ich werde die E-620 vorerst behalten :-)
Was sind die Gründe? Ja, sie hat mir oft treue Dienste geleistet und verdient es nun, mir auch als Backupkamera weiter auszuhgelfen.
Ein sehr wichtiger Grund ist jedoch: sie ist für mich schneller als die E-M1 Mark II.... oha, wie kann ich Dilettant so etwas behaupten?
Ich schrieb explizit "für mich". Bei meinem Haupthobby, dem Kanufahren, ruht die Kamera sicher im wasserdichten Pelicase. Möchte ich ein Bild machen, muß es schnell gehen, da ich aus dem driftenden Boot fotografiere. D.h. Pelicase auf (mit zwei Daumen), Kamera heraus, der Einschalthebel liegt günstig am rechten Daumen, Kamera an's Auge, der optische Sucher ist ständig da, kurz Bildausschnitt wählen und auslösen. Das ist ein fließender Vorgang und geht ratzfatz.
Bei der E-M1 Mark II jedoch ist der Einschalthebel an der linken Seite. Das heißt Kamera greifen und mit der anderen Hand einschalten. Durchgucken.... hmmm, alles schwarz... habe ich eingeschaltet? Kurz Kamera vom Auge weg und gucken.... alles klar, ist "on". Wieder gucken.... hmmm, das Motiv ist vorbei :-( Die Einschaltzeit ist einfach zu lange, finde ich.
Vielleicht ist es mein Fehler, aber ich kann mir nicht vorstellen, die Kamera eingeschaltet gut fünf Stunden im Pelicase spazieren zu fahren. Hier kommt mir die E-620 einfach praktischer vor. Habe ich Zeit für das Bild, ist die E-M1 II wunderbar, aber für meine Action-Bilder klappt das nicht, da ich ja Teil der Action bin und nicht irgendwo an einem günstigen Platz stehe und auf eine lukrative Stelle fokussiert habe.

Grüßle,
Stefan

Bild des Benutzers Reinhard Wagner

.... gerade beim Kanufahren.
Lass die Kamera ruhig eingeschaltet. Und gewöhn Dich daran, über das Display zu fotografieren. Gerade im Kanu ist das schneller.

r.w. admin.

Bild des Benutzers Stefan

... mich an das Fotografieren über das Mäusekino zu gewöhnen. Gerade wenn die Sonne scheint gefällt mir der Blick durch den Sucher. Aber ich werde mich bemühen :-)
Da fällt es schon leichter, die Kamera den ganzen Tag nicht auszuschalten. Wobei dies ein automatisierter Griff ist... könnte also anfangs doch nicht so einfach werden.
Danke für den Tipp

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